Code of Practice zur KI-Kennzeichnung: Was der Kodex vorgibt

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Der finale Code of Practice ist ein freiwilliger Kodex, der zeigt, wie Unternehmen KI-Inhalte nach Art. 50 KI-VO kennzeichnen können. Die EU-Kommission hat ihn als angemessenen Weg bewertet, die seit 2. August 2026 geltenden Pflichten zu erfüllen. Wir zeigen, was der Kodex für Ihre Kennzeichnungspraxis konkret vorgibt.

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Was ist der Code of Practice zur Transparenz von KI-generierten Inhalten?

Der Code of Practice on Transparency of AI-generated Content ist ein freiwilliger Kodex der EU-Kommission. Er beschreibt, wie Anbieter und Betreiber von KI-Systemen die Transparenzpflichten aus Art. 50 Abs. 2, 4 und 5 KI-VO praktisch erfüllen können. Die Endfassung hat die Kommission am 10. Juni 2026 veröffentlicht.

Der Kodex schließt eine Lücke: Die KI-VO verlangt, dass KI-Inhalte erkennbar sind, bildet aber nicht praktisch ab, wie die Kennzeichnung aussehen soll. Moderiert hat die Erarbeitung das AI Office, das bei der Kommission die Umsetzung der KI-VO und die Innovation von KI in Europa stärken soll. Vorausgegangen waren ein erster Entwurf im Dezember 2025 und ein zweiter im März 2026.

Der Code of Practice gliedert sich in zwei Abschnitte, die an Art. 50 Abs. 2, 4 und 5 KI-VO anknüpfen:

  • Abschnitt 1 für Anbieter: technische Markierung und Erkennung KI-generierter Inhalte nach Art. 50 Abs. 2 KI-VO.
  • Abschnitt 2 für Betreiber: Kennzeichnung von Deepfakes und KI-generierten oder manipulierten Texten nach Art. 50 Abs. 4 KI-VO.
  • Art. 50 Abs. 5 KI-VO in beiden Abschnitten: Vorgaben dazu, wie Menschen die Hinweise wahrnehmen.

Ziel ist, dass Menschen erkennen, wann Inhalte ganz oder teilweise von KI stammen. So soll Täuschung verhindert werden und das Vertrauen in digitale Inhalte erhalten bleiben.

Der Code of Practice deckt damit die Absätze 2, 4 und 5 der KI-Kennzeichnungspflicht aus Art. 50 KI-VO ab, sein rechtliches Gewicht hängt an der Bewertung durch die Kommission.

Wie verbindlich ist der Code of Practice für Unternehmen?

Der Code of Practice ist rechtlich nicht bindend, Unternehmen können ihn freiwillig unterzeichnen. Die EU-Kommission hat am 8. Juli 2026 festgestellt, dass der Kodex die Pflichten aus Art. 50 Abs. 2, 4 und 5 KI-VO angemessen abdeckt. Das KI-Gremium (AI Board) hat seine Bewertung am 9. Juli 2026 angenommen.

Rechtsgrundlage dieser Prüfung ist Art. 50 Abs. 7 KI-VO in der Fassung des Digital Omnibus, also der Verordnung (EU) 2026/1744. Nur wenn die Kommission den Kodex für unangemessen hält, kann sie per Durchführungsrechtsakt gemeinsame Vorschriften erlassen.

Die Angemessenheitsbewertung der Kommission wirkt sich für Unternehmen so aus:

  • Unterzeichner können die Einhaltung des Kodex nutzen, um nachzuweisen, dass sie Art. 50 Abs. 2, 4 und 5 KI-VO erfüllen.
  • Durchsetzung: Bei Unterzeichnern konzentriert die Kommission ihre Durchsetzung darauf, ob sie den Kodex einhalten.
  • Nicht-Unterzeichner müssen die Einhaltung auf andere geeignete Weise belegen.
  • Grenze: Die Einhaltung des Kodex ist kein abschließender Nachweis der Konformität.

Unterzeichnen lässt sich der Code of Practice vollständig oder abschnittsweise, einzelne Verpflichtungen herauszugreifen ist nicht möglich. Bis Ende Juli 2026 hatten rund 190 Organisationen unterzeichnet.

Vom Kodex zu unterscheiden sind die Leitlinien der Kommission zu Art. 50 KI-VO vom 20. Juli 2026. Sie sind ebenfalls nicht bindend und legen aus, wie die Kommission etwa den Begriff des Deepfakes und die Ausnahmen versteht.

Der Code of Practice bleibt damit freiwillig, ist aber das Instrument, das die Kommission für die Pflichten aus Art. 50 Abs. 2, 4 und 5 KI-VO ausdrücklich als angemessen anerkannt hat.

Wollen Sie den Code of Practice für Ihre KI-Kennzeichnung nutzen?

Wir prüfen mit Ihnen, ob eine Unterzeichnung für Ihr Unternehmen sinnvoll ist, und gleichen Ihre Kennzeichnungspraxis mit den Vorgaben des Kodex ab.

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Welche Pflichten von Anbietern und Betreibern setzt der Kodex um?

Der Code of Practice unterscheidet zwei Rollen: Anbieter von KI-Systemen markieren KI-generierte Inhalte technisch, Betreiber kennzeichnen Deepfakes und bestimmte Texte sichtbar. Welche Rolle ein Unternehmen einnimmt, entscheidet darüber, welcher Abschnitt des Kodex für es gilt.

Was gilt für Anbieter nach Art. 50 Abs. 2 KI-VO?

Anbieter von KI-Systemen, die synthetische Audio-, Bild-, Video- oder Textinhalte erzeugen, müssen diese Inhalte nach Art. 50 Abs. 2 KI-VO maschinenlesbar markieren. Abschnitt 1 des Code of Practice beschreibt, wie Markierung und Erkennung umgesetzt werden können.

Die Anbieterpflicht gilt seit dem 2. August 2026. Für KI-Systeme, die vor diesem Tag in Verkehr gebracht wurden, einschließlich KI-Systemen mit allgemeinem Verwendungszweck, läuft eine Übergangsfrist bis zum 2. Dezember 2026 (Art. 111 Abs. 4 KI-VO in der Fassung der Verordnung (EU) 2026/1744).

Keine Markierungspflicht besteht, soweit ein KI-System nur eine unterstützende Funktion für die Standardbearbeitung ausführt oder die Eingabedaten und ihre Bedeutung nicht wesentlich verändert. Diese Ausnahme betrifft die Anbieterpflicht nach Art. 50 Abs. 2 KI-VO. Die Leitlinien der Kommission konkretisieren sie mit Beispielen wie der Rechtschreib- und Grammatikkorrektur.

Was müssen Betreiber nach Art. 50 Abs. 4 KI-VO kennzeichnen?

Betreiber ist, wer ein KI-System in eigener Verantwortung verwendet, ausgenommen die persönliche, nicht berufliche Nutzung (Art. 3 Nr. 4 KI-VO). Für Unternehmen heißt das: Wer KI-Inhalte veröffentlicht, trägt Verantwortung, auch wenn die KI von Dritten stammt.

Abschnitt 2 des Code of Practice betrifft zwei Fallgruppen: Deepfakes und KI-Texte, die veröffentlicht werden, um die Öffentlichkeit über Angelegenheiten von öffentlichem Interesse zu informieren.

Ein Deepfake ist nach Art. 3 Nr. 60 KI-VO ein KI-erzeugter oder manipulierter Bild-, Ton- oder Videoinhalt, der fälschlich echt wirkt. Der Begriff ist deutlich weiter als im allgemeinen Sprachgebrauch. Er erfasst nicht nur Personen, sondern auch Gegenstände, Orte, Einrichtungen und Ereignisse, sodass auch generierte Produktabbildungen darunter fallen können.

Eine Abweichung gilt für Deepfakes in klar erkennbar künstlerischen, kreativen, satirischen, fiktionalen oder vergleichbaren Werken oder Sendungen (Art. 50 Abs. 4 UAbs. 1 S. 3 KI-VO). Auch hier bleibt die Offenlegung Pflicht, sie kann aber so erfolgen, dass sie die Darstellung oder den Genuss des Werkes nicht beeinträchtigt. Nach dem Kodex folgt das Icon oder Label auch dann den allgemeinen Gestaltungsvorgaben und steht spätestens bei der ersten Wahrnehmung an einer zum Werk passenden Stelle, etwa im Begleittext oder im Vor- oder Abspann.

Für KI-Texte gilt eine Ausnahme, wenn ein Mensch sie überprüft oder redaktionell kontrolliert und dafür die redaktionelle Verantwortung trägt. Eine oberflächliche oder formale Prüfung wie die Rechtschreibkontrolle reicht nach Auffassung der Kommission nicht, die prüfende Person muss die letztliche rechtliche Verantwortung für die Veröffentlichung tragen.

Unterzeichner, die sich auf diese Ausnahme stützen, legen nach dem Kodex unter anderem Regeln für die menschliche Prüfung vor der Veröffentlichung fest und benennen die redaktionell verantwortliche natürliche oder juristische Person mit Kontaktdaten. Einzelne Prüfungen müssen sie nicht dokumentieren. Mediendiensteanbieter, die bereits redaktionellen Standards und einem Regulierungs- oder Selbstregulierungsrahmen unterliegen, können ihre bestehenden Verfahren nutzen.

Als Themen von öffentlichem Interesse nennt die Kommission unter anderem:

  • Politik,
  • öffentliche Gesundheit,
  • Verbrauchersicherheit,
  • wirtschaftliche und wissenschaftliche Entwicklungen.

Gemeint sind etwa Nachrichten oder Stellungnahmen. Marketingtexte oder interne Inhalte fallen in der Regel nicht darunter, können aber je nach Kontext relevant werden.

Betreiber können sich für ihre Kennzeichnung nicht auf die maschinenlesbare Markierung des Anbieters verlassen. Eine juristische Person bleibt Betreiber, auch wenn Dienstleister beim Betrieb helfen.

Ob ein Betreiber kennzeichnen muss, entscheiden damit vor allem der weite Deepfake-Begriff und die redaktionelle Verantwortung für Texte; wie er kennzeichnet, beschreibt der Kodex mit den EU-Icons.

Welche EU-Icons sieht der Code of Practice für die KI-Kennzeichnung vor?

Der Code of Practice enthält in Anhang 1 drei EU-Icons, mit denen KI-Inhalte einheitlich gekennzeichnet werden können. Die Nutzung der Icons ist freiwillig. Gleichwertige eigene Labels sind zulässig, wenn sie die Gestaltungs- und Platzierungsvorgaben des Kodex erfüllen. Ein Übergangs-Icon, wie es der erste Entwurf noch vorsah, gibt es nicht mehr.

Die drei EU-Icons des Code of Practice decken unterschiedliche Grade der KI-Beteiligung ab:

Icon Wann es passt
Basis-Icon KI war an dem Inhalt beteiligt. Nutzbar auch mit eigenem Textlabel oder einer interaktiven zweiten Ebene.
„AI + GENERATED“ Der Inhalt ist vollständig KI-generiert, ohne menschliche Elemente oder redaktionelle Kontrolle über das Prompting hinaus.
„AI + MODIFIED“ Ein vorhandener, von Menschen geschaffener Inhalt wurde teilweise durch KI verändert, etwa per Face Swap.

Jedes Icon gibt es in vier Farbvarianten: schwarz und weiß, jeweils auch mit 50 % Transparenz. Die Dateien stehen als SVG und PNG frei zur Verfügung und lassen sich ohne Quellenangabe verwenden.

Hauptelement jedes Icons und jedes gleichwertigen Labels ist das großgeschriebene englische Kürzel „AI“. In der Landessprache darf das Kürzel nur stehen, wenn nationales Sprachrecht für geschäftliche oder behördliche Zwecke Englisch nicht zulässt.

Die feste Unterscheidung zwischen „vollständig KI-generiert“ und „KI-unterstützt“ aus dem ersten Entwurf wurde mit dem zweiten Entwurf im März 2026 gestrichen. Die Icons bilden diese Abstufung nur noch optional ab. Wichtig für die Praxis: Ein Icon anzubringen belegt allein noch nicht, dass die Kennzeichnung den Anforderungen entspricht.

Mit den EU-Icons steht eine einheitliche Kennzeichnung bereit, deren Wirkung aber von der Platzierung im Inhalt abhängt.

Wie muss ein KI-Hinweis nach dem Kodex platziert werden?

Ein KI-Hinweis muss spätestens bei der ersten Wahrnehmung des Inhalts klar erkennbar und unterscheidbar sein. Diese Anforderung aus Art. 50 Abs. 5 KI-VO setzt der Code of Practice in Platzierungsvorgaben um, die für das EU-Icon ebenso gelten wie für ein gleichwertiges Label.

Für alle Formate legt der Kodex diese Grundsätze fest, mit Ausnahme von Deepfakes in Kunst, Satire und Fiktion, für die eigene Regeln gelten:

  • Sofort erkennbar: passend zu Format und Verbreitungsweg platziert, ohne dass Nutzer dafür etwas tun oder länger hinsehen müssen.
  • Lang genug sichtbar: so lange, dass Menschen den Hinweis unter normalen Bedingungen bemerken.
  • Eingebettet: direkt im Inhalt oder als gleichwertige Alternative, etwa als Overlay der Benutzeroberfläche, das auf dem Inhalt zu liegen scheint.
  • Unterscheidbar: mit genug Abstand zu anderen Overlays, Hinweisen und Bildschirmelementen und vor jedem Hintergrund sichtbar.

Der Kodex empfiehlt außerdem, mit Plattformen, Verlagen oder Händlern zusammenzuarbeiten, damit der Hinweis bei der Weiterverbreitung erhalten bleibt.

Welche Platzierungsregeln gelten je Medium?

Je nach Format konkretisiert der Code of Practice die Platzierung des KI-Hinweises so:

  • Bilder: an einer Stelle ohne überlagernde Elemente, etwa in der oberen rechten Ecke.
  • Videos: zu Beginn, wo möglich in regelmäßigen Abständen und mindestens nach Unterbrechungen wie Werbepausen. Empfohlen ist, das Icon durchgehend oder während des Deepfake-Teils zu zeigen.
  • Audio: ein kurzer hörbarer Hinweis in einfacher Sprache zu Beginn. Wo angemessen, etwa bei Ausschnitten, langen oder Live-Inhalten, folgen Erinnerungen in regelmäßigen Abständen und mindestens nach Unterbrechungen wie Werbung. Ist ein Bildschirm vorhanden, kommt ein visueller Hinweis hinzu.
  • Texte: etwa über dem Text, nahe der Überschrift oder im Kolophon am Textanfang. Bei einzelnen Wörtern oder kurzen Wendungen, deren Kennzeichnung die Lesbarkeit beeinträchtigen würde, genügt ein Hinweis in der Benutzeroberfläche.

Pflicht ist damit in jedem Fall ein KI-Hinweis, der spätestens bei der ersten Wahrnehmung erkennbar ist, lange genug sichtbar bleibt und für alle Menschen wahrnehmbar ist. Eine durchgehende Anzeige empfiehlt der Kodex nur.

Wie wird die KI-Kennzeichnung barrierefrei?

Nach Art. 50 Abs. 5 S. 2 KI-VO müssen KI-Hinweise den geltenden Barrierefreiheitsanforderungen entsprechen. Transparenz gilt damit für alle, auch auf Websites, in Social Media und auf Plattformen.

Für barrierefreie KI-Hinweise verlangt der Kodex insbesondere:

  • Audiobeschreibungen oder alternative Hinweise für visuelle Kennzeichnungen,
  • taktile und haptische Hinweise bei reinen Audioinhalten, etwa einen Vibrationsalarm vor der Wiedergabe,
  • kontrastreiche Icons und Screenreader-Tauglichkeit, auch für Menschen mit Farbsehschwäche,
  • die Erkennbarkeit des Icons durch assistive Technologien.

Barrierefreiheit ist damit Teil der Kennzeichnungspflicht selbst und gehört bei jedem KI-Hinweis von Anfang an in die Gestaltung.

Wie setzen Unternehmen den Code of Practice jetzt um?

Die Kennzeichnungspflichten der Betreiber nach Art. 50 Abs. 4 KI-VO gelten seit dem 2. August 2026. Für Anbieter von KI-Systemen, die vor diesem Tag in Verkehr gebracht wurden, endet die Frist für die Markierung nach Art. 50 Abs. 2 KI-VO am 2. Dezember 2026.

Für die Umsetzung des Code of Practice empfehlen wir fünf Schritte:

  1. KI-Einsatz dokumentieren: Halten Sie fest, wo im Unternehmen KI Inhalte erzeugt oder verändert, etwa in einem KI-Verzeichnis.
  2. Pflichten prüfen: Prüfen Sie, welche Inhalte eine Pflicht nach Art. 50 KI-VO auslösen, vor allem Deepfakes und Texte von öffentlichem Interesse.
  3. Kennzeichnung festlegen: Entscheiden Sie, ob Sie die EU-Icons oder ein gleichwertiges Label verwenden und wo der Hinweis steht.
  4. Unterzeichnung entscheiden: Klären Sie, ob Sie den Kodex vollständig, abschnittsweise oder gar nicht unterzeichnen.
  5. Vorgaben umsetzen: Setzen Sie die Kennzeichnungsvorgaben des Code of Practice in Ihren Abläufen um.

Wer die Kennzeichnung weiter aufschiebt, riskiert bereits heute Verstöße gegen Art. 50 KI-VO.

Fazit: Der Code of Practice macht die KI-Kennzeichnung greifbar

Mit dem finalen Code of Practice ist greifbar geworden, wie die Kennzeichnung nach Art. 50 KI-VO in der Praxis aussehen kann. Die Kommission hat den Kodex als angemessen bewertet, und mit den EU-Icons liegt eine einheitliche Kennzeichnung vor.

Die eigentliche Arbeit liegt für Unternehmen bei der Einordnung der eigenen Inhalte. Nicht jeder KI-Einsatz löst eine Kennzeichnung aus, der Deepfake-Begriff der KI-VO reicht aber deutlich weiter als im allgemeinen Sprachgebrauch. Unternehmen sollten die Vorgaben des Kodex deshalb jetzt als Leitlinie nutzen, ob sie ihn unterzeichnen oder nicht.

Sind Ihre KI-Inhalte richtig gekennzeichnet?

Wir klären, welche Ihrer Inhalte unter Art. 50 KI-VO fallen, und setzen mit Ihnen eine Kennzeichnung nach dem Code of Practice auf, von der Wahl des Icons bis zur redaktionellen Freigabe.

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Häufig gestellte Fragen

Ist der Code of Practice zur KI-Kennzeichnung verbindlich?

Nein, der Code of Practice zur Transparenz von KI-generierten Inhalten ist freiwillig. Die EU-Kommission hat im Juli 2026 aber festgestellt, dass er die Pflichten aus Art. 50 Abs. 2, 4 und 5 KI-VO angemessen abdeckt. Unterzeichner können ihn deshalb zum Nachweis nutzen, ein abschließender Nachweis der Konformität ist die Einhaltung des Kodex aber nicht.

Muss ich die EU-Icons aus dem Code of Practice verwenden?

Nein, die Nutzung der EU-Icons aus Anhang 1 des Code of Practice ist freiwillig. Gleichwertige Labels sind zulässig, wenn sie die Gestaltungs- und Platzierungsvorgaben des Kodex erfüllen, vor allem das Kürzel „AI“ als Hauptelement tragen. In der Landessprache darf das Kürzel nur stehen, wenn nationales Sprachrecht Englisch nicht zulässt. Die Kennzeichnung selbst bleibt Pflicht, wenn ein Inhalt unter Art. 50 Abs. 4 KI-VO fällt. Die drei Icons stehen frei als SVG und PNG zur Verfügung.

Gilt das Übergangs-Icon aus dem Entwurf des Kodex noch?

Nein, ein Übergangs-Icon sieht der finale Code of Practice vom 10. Juni 2026 nicht mehr vor. Die EU-Icons liegen final vor: ein Basis-Icon sowie die Icons „AI + GENERATED“ für vollständig KI-generierte und „AI + MODIFIED“ für teilweise veränderte Inhalte.